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Verlust Quotes

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Martina Riemer
“Er ist bereits tot, noch bevor sein lebloser Körper in sich zusammensackt und auf den Boden stürzt. Ein beinahe schmerzloser, schneller Tod, wie der Flügelschlag eines sterbenden Schmetterlings.
(Loreen)”
Martina Riemer, Essenz der Götter II

Haruki Murakami
“So ist das Leben. Wie schwer und tödlich unser Verlust auch sein mag, wie wichtig auch immer das, dessen wir beraubt wurden: wir leben einfach weiter. Selbst wenn nur noch die äußerste Schicht unserer Haut die gleiche geblieben ist und wir zu völlig anderen Menschen geworden sind, strecken wir die Hände nach der uns zugemessenen Zeit aus, holen sie ein und bringen sie schließlich hinter uns. Sooft ich darüber nachdenke, wie wir unermüdlich und meist ohne besonderes Geschick unsere alltäglichen Verrichtungen wiederholen, überkommt mich das Gefühl einer entsetzlichen Leere.”
Haruki Murakami, Sputnik Sweetheart

Laura Chouette
“Und jedes Mal wenn wir uns verlieben, verlieren wir ein Stück von uns selbst”
Laura Chouette

“Von dem unscheinbaren Mädchen, das sie mal war, hat sie nur 3 mm übrig gelassen. Den Rest hat sie abrasiert." - S. 13”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

“Alles, was er viel tut, tue ich wenig. Lachen, reden, Freunde treffen." - S. 17”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

Friedrich Schiller
“Kann ich Armeen aus der Erde stampfen?
Wächst mir ein Kornfeld in der flachen Hand?
Reißt mich in Stücken, reißt das Herz mir aus,
Und münzet es statt Goldes! Blut hab' ich
Für euch, nicht Silber hab' ich, noch Soldaten!”
Friedrich Schiller, Die Jungfrau von Orleans

Martina Riemer
“So wie man auf verschiedene Arten liebt, so ist auch der Schmerz bei diesem Verlust ein anderer.
(Loreen)”
Martina Riemer, Essenz der Götter I

“behalte den flug im gedächtnis

ob schnee lag. ob uniformierte patroullierten. ob
es morgen war oder abend. ob viele taschentücher
aufgebraucht wurden. ob ich müde war. ob über-
haupt jemand an der absperrung stand. ob die luft
anders roch als sonst. ob die grenzer am flughafen
nett waren oder bedrohlich. ob wir gefrühstückt
hatten an diesem tag. ob ich ein buch im handgepäck
hatte. ob ich mich von irgendjemandem verabschie-
det habe. ob die sonne schien. ob ich angst hatte. ob
ich einen fensterplatz oder einen am gang hatte. ob
ich den berg in wahrheit überhaupt sehen konnte.
ob die geschwister quengelig waren. ob wir abends
irgendjemandem bescheid gegeben haben. ob ich
verstand, warum die frau ständig von heimat sprach.
ob ich ahnte, dass der mann nicht ahnte, dass es für
immer war. ob ich vorher noch einmal durch den
garten gegangen bin. ob jemand die tür hinter uns
schloss. ob ich mich noch einmal umgedreht habe.”
Sudabeh Mohafez

“Ohne die Möglichkeit des Verlustes hat das, was wir jetzt haben, keinen Wert.”
Dahi Tamara Koch, Im Ereignishorizont: Gedichte

Elizabeth Jane Howard
“Das war alles Teil ihrer Unfähigkeit, dieses 'für immer' zu begreifen. Sie konnte sich durchaus vorstellen, dass jemand fort war, das Schwierige war, zu erfassen, dass diese Person niemals wiederkehren würde.”
Elizabeth Jane Howard, Confusion

Frank Schätzing
“Das kann ein bisschen dauern', meinte Akesuk. 'Ja, es kostet Zeit', nickte Anawak, der sich erinnerte, wie oft sie an solchen Spalten entlanggefahren waren. Akesuk kräuselte die Nase. 'Nein. Warum sollte es welche kosten? Wir opfern keine Zeit. Wir behalten sie, ob wir nun direkt nach Osten fahren oder erst ein Stück weiter nördlich. Hast du alles vergessen? Hier oben ist nicht wichtig, wie schnell du ankommst. Wenn du einen Umweg fährst, findet dein Leben trotzdem statt. Keine Zeit ist verloren.”
Frank Schätzing, Der Schwarm & Nachrichten aus einem unbekannten Universum: Die ganze Meeres Box

“Dunkelbraune Haarbüschel liegen wie kleine Vogelnester im Waschbecken. Wie ein Ãœberbleibsel von einer Person, die ich nicht mehr bin. Als hätte ich von meinem alten Ich nur 3 Millimeter übrig gelassen." - S. 9”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

“Durch den menschlichen Körper fließen im Durchschnitt 5 bis 6 Liter Blut. Ausgesehen hat es nach mehr." - S. 9”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

“Die dunklen Augenbrauen heben sich von ihrer hellen Haut ab wie eine Stammesbemalung." - S. 13”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

“Wir sind wie Spielfiguren eines Brettspiels. Angefangen haben wir zu viert, jetzt sind es nur noch wir zwei." - S. 15”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

“Ich bin wie ein Kriegsgebiet, wie ein Feld voller Tretmienen, das Ming zu überqueren versucht. Sie prüft die Inhalte und schneidet alles heraus, das mich verletzen könnte." - S. 20”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

“Mir helfen. Alle wollen sie mir helfen. Als wäre ich eine alte Frau, die es nicht mehr alleine über die Straße schafft." - S. 27”
Anne Freytag, Nicht weg und nicht da

Mathias Énard
“Entscheide dich für mich und meine erloschenen Geschichten.”
Mathias Énard, Tell Them of Battles, Kings, and Elephants

Daniel Schreiber
“Der Tod stellt ein sehr reales Trauma für uns dar, das über das Bewusstsein hinausgeht, dass auch unser eigenes Leben früher oder später ein Ende nehmen wird. Er geht mit einem Einbruch des Schweigens einher, einer ganz eigenen Form der Sprachlosigkeit. Ein Mensch zu sein heißt zwar immer, sterblich zu sein und die Sterblichkeit geliebter Menschen zu bezeugen, doch es heißt nicht, diese Sterblichkeit auch zu begreifen. Unsere Psyche beschützt uns davor, den Tod geliebter Menschen zu verstehen. Sie erlaubt uns nur, im Laufe der Zeit unserem Nichtverstehen etwas näher zu kommen und es so in unser Leben zu integrieren.”
Daniel Schreiber, Die Zeit der Verluste